GREENFOOD Training

Graz, 16.-18. November 2015

Die Lebensmittel- und Getränkeherstellung ist in Europa der größte Produktionssektor gemessen an Umsatz, Wertschöpfung und Beschäftigung und weist den vierthöchsten Energieeinsatz auf. Eine Möglichkeit für diese wichtige Branche, ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu steigern, besteht in einer Verbesserung der Energieeffizienz, wodurch gleichzeitig Produktionskosten und Treibhausgasemissionen sinken.

Eine Verringerung des Energieeinsatzes um 10 bis 25 Prozent ist in sehr vielen Betrieben durch Maßnahmen möglich, die keine oder nur geringe Investitionen erfordern. Eine detaillierte Analyse des Status quo des Energieeinsatzes und eine Betrachtung innovativer, aber bereits branchenerprobter Lösungsoptionen helfen, diese – und oft noch höhere – Potenziale zu identifizieren.

Ziele des Trainings

  • Sie erhalten in kompakter Form Informationen zu Optimierungsmöglichkeiten, die zu einer Verringerung des Energieeinsatzes und fossiler CO2-Emissionen führen, angewendet bei den für die Branche relevantesten Bereichen, wie Prozesswärme (Kochen, Pasteurisierung, Verdampfung, Trocknen,…), Prozesskälte und Tiefkühlung, Prozessoptimierung, Wärmerückgewinnung und -integration, Druckluft sowie sinnvoller Einsatz erneuerbarer Energien.
  • Sie lernen anhand konkreter Beispiele, Potenziale und Optionen für Prozess- und Systemoptimierung sowie die Einbindung erneuerbarer Energien mit Hilfe des GREENFOODS Branchenkonzepts und seiner Berechnungstools (frei verfügbar) zu ermitteln.
  • Sie bekommen einen aktuellen Kurzüberblick zu branchenrelevanten Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.
  • Betreffend die Listung im Register für EnergieauditorInnen für Audits nach § 9 EEffG wurden dem GREENFOODS-Training vom BMWFW folgende Punktezahlen zugeordnet1:

              Gebäude: 2 Punkte | Prozesse: 5 Punkte | Transport: 1 Punkt

Zielgruppe

Werks- und Produktionsleiter, Betriebstechniker, Prozessingenieure und andere Ingenieure aus der Energietechnik, Energieberater sowie Hersteller und Anlagenbauer von Technolgien für die Lebensmittel- und Getränkebranche. Thermodynamische Grundkenntnisse und Kenntnisse über Energie- und Massenbilanzen werden vorausgesetzt.

Inhalte und Format

Das Training kombiniert Fachvorträge von Experten mit Branchenerfahrung zu den wesentlichen Themenbereichen mit der Ausarbeitung eines praktischen Fallbeispiels für diese Bereiche mithilfe des GREENFOODS Branchenkonzepts, das im Rahmen des EU-Projekts GREENFOODS entwickelt, getestet und bereits erfolgreich in der Praxis und bei Trainings eingesetzt wurde. Das dazugehörige Tool berücksichtigt speziell die typischen Prozesse in Bäckereien, Brauereien sowie in Fleisch, Milch und Obst oder Gemüse verarbeitenden Betrieben. Es ist kostenlos verfügbar, kann also von den Teilnehmern anschließend im eigenen Unternehmen verwendet werden.

Hauptthemen:

  • Wichtige Schritte einer Energieanalyse / eines Energieaudits
  • Beschreibung und Bewertung der relevanten Prozesse mit dem höchsten Heiz- und Kühlenergiebedarf
  • Stand der Technik und innovative und effiziente verfügbare Technologien
  • Bewertung des Ist-Standes des Energiebedarfs der Prozesse und des Versorgungssystems
  • Prozess- und Systemoptimierung (Wärmeintegration in Prozesse und dazugehörige Anlagen)
  • Stand der Technik und innovative Wärme-, Kälte- und Druckluftsysteme
  • Ökonomische Bewertung identifizierter Einsparpotentiale
  • Überblick zu verfügbaren Förderinstrumenten für einschlägige Investitionen

 

Termin: 16. November 2015 (10-18 Uhr)

               17. und 18. November 2015 (jeweils 9-17 Uhr)

 

Ort: WIFI Steiermark, Körblergasse 111-113, A-8021 Graz

Teilnahmebeitrag:

Regulär EUR: 1.250 + 10% USt.

Für Mitgliedsbetriebe der Lebensmittelindustrie oder des Lebensmittelgewerbes: EUR 950 + 10% USt.

 

Weitere Informationen: http://www.green-foods.eu/training-austria/

 

downloaden >

GREENFOOD Training

Dateiname: GREENFOODS_KursInfo.pdf
Dateigrösse: 272.15KB