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Neues Logistikzentrum für Lidl in Wundschuh

Regionalität ist viel mehr als eine Modeerscheinung. Sie ist ein Auftrag an uns alle, mehr Nachhaltigkeit in den Alltag zu bringen. Das gilt auch für die Wirtschaft. Eine internationale Handelskette setzt mit einem neuen Logistikzentrum Maßstäbe.

Gerade im Lebensmittelhandel – und dieser ist das Kerngeschäft des Lidl-Konzerns – geht es um Schnelligkeit, Effizienz und kurze Wege. Das hat nicht nur Kostengründe. Frische und Qualität der Lebensmittel entscheiden letztendlich über den Erfolg des Unternehmens. Diese können nur mit einem ausgeklügelten Logistiksystem garantiert werden. Es gilt, Kühlketten bis zum Kunden aufrecht zu erhalten, leicht verderbliche Lebensmittel schnell in die Filialen zu bringen und dafür zu sorgen, dass alle benötigten Waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind. Dafür betreibt Lidl Österreich derzeit zwei Logistikzentren. Zu den bereits bestehenden in Oberösterreich und dem Burgenland kommt nun ein drittes hinzu. In Wundschuh bei Graz entsteht das modernste und nachhaltigste Lidl-Lager in ganz Europa. Auf 37.000 Quadratmeter werden die mehr als 1.400 verschiedenen Artikel des aktuellen Lidl-Sortiments Platz haben. Ab Herbst 2015 werden hier bis zu 200 Mitarbeiter beschäftigt sein. „Das kontinuierliche Umsatzwachstum und die steigende Kundenfrequenz machen dieses neue Logistikzentrum notwendig. Die Ressourcen im neuen Zentrallager sind außerdem die Basis für eine Erweiterung des Filialnetzes“, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Lidl Österreich, Alexander Deopito.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Der Raum südlich von Graz ist durch seine hohe Wachstumsdynamik und die gute Infrastruktur ein attraktiver Wirtschaftsstandort – und für Lidl Österreich ein Ort, in den es sich lohnt zu investieren. Im konkreten Fall etwa 60 Millionen Euro. Und das Geld ist gut angelegt: „Langfristig wären die Lieferwege von den beiden anderen Standorten aus einfach zu weit gewesen“, so Alexander Deopito. Die Effekte können sich sehen lassen: Knapp zwei Millionen Lkw-Kilometer werden so pro Jahr durch das neue Regionallager eingespart. So gesehen ist das neue Logistikzentrum alleine schon durch seine bloße Existenz ein Nachhaltigkeitsfaktor. Lidl Österreich geht aber einen Schritt weiter: Energieeffizienz steht ganz oben auf der Prioritätenliste für dieses Logistikzentrum. Durchgehende Strom sparende LED-Beleuchtung, die ausschließliche Verwendung von natürlichen Mitteln für die Kühlung, Heizen durch Abwärmenutzung  und eine 5.000 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung runden die positive Ökobilanz ab. Und damit das Auge auch etwas davon hat, wird die Fassade des Verwaltungsgebäudes ganz in heimischem Holz gehalten sein. Das genaue Aussehen steht noch nicht fest. Das wird in einem Wettbewerb unter Studenten der TU Graz ermittelt. Eines ist aber jetzt schon sicher: Das neue Logistikzentrum ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark und ein Gewinn für die ganze Gegend. Regionalität im besten Sinne des Wortes.

Quelle: sfg.at (30.9.14)