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All Inclusive: Es geht um die Wurst

Ein traditioneller südsteirischer Fleisch- und Wurstwarenfabrikant beschreitet mit der „Tomfurter“, der „Krenkrainer“ und der „Senfbratwurst“ neue Wege. Die unabdingbaren Beilagen wie Ketchup, Kren und Senf sind den Würstel-Klassikern bereits beigemengt.

Als der Fleisch- und Wurstwarenfabrikant Franz Krainer in seinem Betrieb im südsteirischen Wagna bei Leibnitz um den Muttertag 2011 wieder einmal zum schon traditionellen Grill-Opening Mitarbeiter und Kunden einlud, servierte er seinen Gästen mit dem so genannten „heißen Feger“ eine echt feurige Gaumen-Überraschung. Nämlich nach eigenen Angaben „die schärfste jemals im Hause Krainer produzierte Grillwurst“. Hauptverantwortlich für das kulinarische Feuerwerk damals wie heute: Eine ordentliche Dosierung Jalapeno (eine kleine mexikanische Paprika-Sorte, benannt nach der Stadt Xalapa) und nicht minder feuriger Chili. „Beilagen“, die den Gästen ordentlich einheizten. Nach anfänglichen Wünschen, ja fast Protesten, die Schärfe doch ein wenig zurück zu nehmen (was übrigens bis heute nicht geschah und auch in Zukunft nicht geplant ist) hat der „heiße Feger“ inzwischen eine echte Fangemeinde unter den Grillwürstel-Liebhabern gefunden. Soweit die Vorgeschichte.

Die schärfste Grillwurst made by Krainer sollte gleichzeitig auch zur Geburtsstunde für drei weitere Innovationswürste aus dem 1959 gegründeten Traditionsbetrieb werden: dem „Tomfurter" (mit Tomateninnenleben), der „Krenkrainer“ (nach klassischem Rezept mit echtem Krengeschmack) und der Senfbratwurst (mit dem klassischen Senf im „Biss“). Herkömmliches Eintauchen in Senf, Ketchup und Kren und oft damit verbundene lästige Kleckereien gehören mit der neuen Würstel-Generation also der Vergangenheit an.

Die besondere Herausforderung bei der Produktion der drei revolutionären All Inclusiv-Würste bestand vor allem in der Herstellung von Emulsionen (erfolgreiche Gemisch-Verteilung von Substanzen), bei denen die begehrten Zutaten wie eben Ketchup, Kren und Senf ihren Geschmack und ihre Konsistenz nicht verlieren durften. Was etwa bei Milch oder Mayonnaise schon längst gelungen ist, sollte also bei den hier genannten Würsten auch möglich sein. Und es ist möglich: Denn durchwegs positives Echo bei ausgedehnten Verkostungen waren wesentlich entscheidend für den gerade laufenden Aufbau eines Vertriebsnetzes. Handel und Gastronomie sollen in naher Zukunft mit den Würstel-Innovationen beliefert werden.

Krainers erfolgreiche Firmengeschichte basiert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Die Steirische Wirtschaftsförderung SFG hat das Unternehmen dies bezüglich in mehreren Analyse- und Umsetzungsprojekten unterstützt. Mit ein Grund, dass die Franz Krainer Fleisch- und Wurstwaren GmbH das als „klima Aktiv“ Unternehmen ausgezeichnet wurde.

Quelle: sfg.at (3.6.14)