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Steirische AHT eröffnet in Brasilien

Kühle Geräte, brandheiße Entwicklungen - AHT aus Rottenmann, weltweit führender Produzent von Eistruhen und Kühlregalen, ist weiterhin auf Erfolgskurs. Mehr Mitarbeiter in Rottenmann. Umsatz um 25 Prozent gesteigert.

So konnte der Umsatz im Vorjahr auf 358 Millionen Euro nach oben geschraubt werden, nach 292 Millionen im Jahr davor, wie Geschäftsführer Hans Aage Joergensen im Gespräch mit der Kleinen Zeitung ausführt. Das zuletzt jeweils zweistellige Wachstum lasse sich auf eine Rottenmanner Innovation zurückführen, die derzeit die Supermärkte dieser Welt erobert. AHT ist auf steckerfertige Geräte spezialisiert, die neben Vorteilen beim Energieverbrauch vor allem die Installationszeiten und -kosten extrem niedrig halten.

Bei Eistruhen ist man mit diesem System schon seit vielen Jahren erfolgreich. Seit man nun aber auch steckerfertige Kühlregale im Angebot hat, gehe richtig die Post ab, wie Joergensen betont. "Das war ein Volltreffer." Auch für den Standort Rottenmann. Dort hat man in die völlig neue Produktionslinie mehr als 17 Millionen Euro investiert, heuer sollen es zwischen acht und neun Millionen sein. "Das ist auch ein klares Bekenntnis zu Rottenmann", betont Joergensen. Auch wenn er einräumt, dass der Platz rund um den Standort nach den jüngsten Ausbauten schon knapp wird. Man sei aber bereits dabei, neue Grundstücke zu kaufen. Am obersteirischen Stammsitz beschäftigt man mittlerweile 1100 Mitarbeiter, weltweit sind es derzeit 1590.
 
80.000 Supermärkte
Eine weitere Fabrik gibt es nämlich in China, wo 250 Mitarbeiter für AHT tätig sind. Und seit wenigen Tagen nun auch in Brasilien, "wir produzieren dort schon", sagt Joergensen. Bis Jahresende soll der Mitarbeiterstand von aktuell 60 auf rund 250 steigen. Joergensen ist auch für die Zukunft sehr optimistisch, was wiederum am Wachstumspotenzial der steckerfertigen Kühlregale, genannt "Vento", liege.
 
Aktuell setzen weltweit zwischen 75.000 und 80.000 Supermärkte auf AHT-Geräte. Mit dem neuen System für Kühlregale wurden bereits im Premierenjahr 2013 rund 44 Millionen Euro umgesetzt, heuer sollen es 70 Millionen sein. Das Potenzial für Kühlregale liege noch deutlich höher als bei den steckerfertigen Truhen. "Wenn wir in all die Supermärkte, in denen wir schon mit unseren Truhen vertreten sind, auch mit unseren Kühlregalen hineinkommen, dann ist ein zweieinhalb- bis dreifacher Umsatz möglich", rechnet Joergensen vor. Er hält es daher in den nächsten Jahren sogar für möglich, dass AHT einen Umsatz von einer Milliarde Euro erreichen kann.

Quelle: kleinezeitung.at (2.6.14)