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Grazer Forscher knacken den Kernöl-Code

Kernöl aus China ist in Zukunft passé. Denn Grazer Forschern ist es nun gelungen, die Herkunft von Kürbiskernöl eindeutig festzustellen.

2012 zeigte eine Studie des Vereins für Konsumenteninformation, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Kürbiskernöle sicher nicht aus Österreich stammten. Auch die geschützte geografische Angabe "Steirisches Kürbiskernöl“ konnte nicht mit Sicherheit verifiziert werden.

Die Joanneum Research setzte sich in einem Forschungsprojekt zum Ziel, einen gesicherten Herkunfstnachweis für Kernöl aus den steirischen Bezirken des g.g.A.-Gebietes auszuarbeiten. Das gesamte g.g.A.-Gebiet umfasst Teile der Steiermark, des Burgenlandes und von Niederösterreich. Damit die Bestimmung zuverlässig ist, sind aussagekräftige chemisch-analytische Beurteilungsmerkmale Grundvoraussetzung. Die passenden statistischen Modelle stellen den Zusammenhang zwischen Beurteilungsmerkmalen und der Herkunftsregion dar.

Es hat sich gezeigt, dass es nicht ausreicht, nur ein analytisches Verfahren für die Zuordnung der Öle zu verwenden, weil damit die Herkunft lediglich mit rund 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit bestimmt werden kann. "Unser Ansatz war, drei methodisch unterschiedliche Analyseverfahren für die chemische Charakterisierung von Kernölen so zu kombinieren, dass die Sicherheit der Klassifikation bei rund 95 Prozent liegt“, erklärt Projektleiter Hermann Katz.

Dies ist Forschern von Joanneum Research, des Instituts "Resources“ und der Technischen Universität Graz gelungen. Sie kombinierten drei Analyseverfahren, durch die das Kernöl eindeutig zugeordnet werden kann.

Quelle: kleinezeitung.at (20.5.14)