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Aktuelle Trends am kanadischen Lebensmittelmarkt

Auch Kanadier setzen verstärkt auf Bio

In der kanadischen Lebensmittelbranche ist „BIO“ voll im Trend. Es geht um Nahrung, die frei von künstlichen Zusatzstoffen ist.  Die Umsätze für Bio-Lebensmittel haben sich seit 2006 verdreifacht und werden derzeit mit umgerechnet ca. EUR 2,3 Mrd. pro Jahr beziffert.

Obwohl bei den Bio-Produkten in den vergangenen Jahren beachtliche Zuwächse erzielt werden konnten, ist dieses Marktsegment noch stark ausbaufähig: Im Vergleich zur in Österreich angebotenen Lebensmittelvielfalt aus biologischem Anbau, steckt der kanadische Markt noch in den Kinderschuhen. Neben Obst und Gemüse sowie Molkereiprodukten werden vor allem Bio-Getränke, Getreideprodukte sowie verpackte Waren stark nachgefragt.

Der Nachweis einer nachhaltigen Produktion gilt bei kanadischen Konsumenten als zusätzlicher Pluspunkt. Diesem Bewusstsein entsprechend,  gewinnt die regionale Produktion zunehmend bei der Kaufentscheidung an Bedeutung. Anstatt industriell hergestellter „Massenware“ wird Authentizität vermarktet. Ein  aktuelles Beispiel aus dem Getränkebereich ist das sogenannte „Craft Beer“, mit dem sich Klein- und Kleinstbrauereien (Microbreweries) kreativ und höchst erfolgreich von den großen Biermarken abgrenzen.

Weiter steigend ist auch die Nachfrage nach „Functional Food“, dem positive Gesundheitseffekte zugeschrieben werden, sowie glutenfreie Produkte und andere Nahrungsmittel, die ohne Allergene auskommen.

Das voraussichtlich bereits 2015 in Kraft tretende Freihandels- und Wirtschaftsabkommen zwischen Kanada und der EU (CETA) wird weitere attraktive Geschäftsmöglichkeiten für europäische Unternehmen eröffnen. 

Angesichts der vielfältigen Chancen, die der kanadische Lebensmittelsektor auch österreichischen Firmen bietet, organisierte  AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA eine Beteiligung an der Lebensmittelfachmesse SIAL/SET, die von 2.-4. April 2014 in Montreal stattfand, wo sich österreichische Anbieter erfolgreich präsentierten und dabei auf großes Interesse des  kanadischen Fachpublikums stießen.

Quelle: wko.at (4.4.14)