Forschung mit Geschmack

An der Uni Graz dreht sich in der Langen Nacht der Forschung am 4. April alles um Essen und Ernährung

Gibt es Nahrungsmittel, die jung halten? Welche Gaumenfreuden kannten die Menschen im Mittelalter? Und was verraten Zähne über den Menüplan? Diese und viele andere spannende Fragen beantworten WissenschafterInnen der Karl-Franzens-Universität Graz am 4. April 2014 in der Langen Nacht der Forschung. Insgesamt 19 Stationen bieten zwischen 17 und 23 Uhr ein vielfältiges Programm, das alle Sinne anspricht und Erwachsene ebenso wie Kinder zum Mitmachen, Zuschauen, Zuhören, Riechen und Schmecken einlädt.

Die Stationen verteilen sich auf vier Standorte der Uni Graz: das neu renovierte Chemie-Gebäude am Universitätsplatz 1, den Botanischen Garten in der Schubertstraße 59, das UniGraz@Museum am Universitätsplatz 3 (Hauptgebäude) und das Haus der Wissenschaft in der Elisabethstraße 27.

BesucherInnen erfahren zum Beispiel, welche Substanzen aus der Natur in den letzten Jahren als potenzielle Anti-Aging-Mittel entdeckt wurden. PharmazeutInnen präsentieren Arzneipflanzen und erklären, wie man heilende Tees richtig zubereitet, während ChemikerInnen zeigen, wie ätherische Öle gewonnen werden. In einer Experimental-Vorlesung um 18 Uhr lernt man etwa, woher der bittere Geschmack im Bier kommt.

An weiteren Stationen gibt es interessante Einblicke in die Herkunft und Wege von Zotter-Schokolade und steirischem Kürbiskernöl sowie über Speisegebote in verschiedenen Religionen. Ein Ohrenschmaus erwartet die ZuhörerInnen bei Lesungen aus dem Literaturkochbuch „Williges Fleisch, schwaches Federvieh“. ForscherInnen aus der Molekularen Küche lüften Geheimnisse der modernen Kochkunst, während Verkostungen mittelalterlicher Leckerbissen, gewürzt mit lebendigem Wissen zur historischen Küchenpraxis und Pflanzenkunde in die kulinarischen Welten vergangener Jahrhunderte entführen. Ein Programm speziell für die jüngsten BesucherInnen bieten die KinderUniGraz und Einstein-Junior an: darunter eine Butterproduktionswerkstatt und eine Mikroskopierstation, an der die Kinder einen Blick ins Innere von Pflanzen werfen können.

 

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